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Jagdschloss Hubertusstock

Das Gebiet um den Werbellinsee ist bereits in frühgeschichtlicher Zeit besiedelt worden, davon zeugen germanische Pfahlbauten am Ostufer des Sees bei Breden. Am Nordufer des Sees erstreckt sich die schon bei den brandenburgischen Herrschern als Jagdrevier sehr geschätzte Schorfheide, ursprünglich als "Große Heide Werbellin" bezeichnet.

 

Hier entstanden unter Friedrich Wilhelm IV von 1847 bis 1849, das zu Ehren seiner Frau Königin Elisabeth Ludevika, im bayrischen Landstil erbaute Jagdschloss Hubertusstock. Die Legende erzählt, dass der Preußenkönig während einer Wanderung, angetan von der herrlichen Natur, seinen Jagdstock in die Erde stieß und sprach: "Hier kommt eine Herberge her!". An dieser Stelle ließ er den Hubertusstein errichten, in dem ein Rothirschkopf abgebildet war. Nach dem Schutzgott der Jagd und des Königs Jagdstock nannte man die Herberge "Hubertusstock".

 

Das Jagdschloss wurde hauptsächlich zu Königsjagden genutzt (1881 bis 1884) und für die Flitterwochen der königlichen Familie. Im Hubertusstock verweilten namhafte Gäste, wie Kaiser Wilhelm I, Kaiser Wilhelm II, König Albert von Sachsen, Kronprinz Friedrich und Reichspräsident von Hindenburg, die begeisterte Jäger waren.

 

In der Zeit der Weimarer Republik nutzen die Reichspräsidenten Friedrich Ebert und Paul von Hindenburg das Gebäude als Quartier während ihrer Jagdausflüge in die Schorfheide. Nach Hindenburgs Tod stellte Adolf Hitler das Jagdschloss dem Leiter der Staatskanzlei, Hans Heinrich Lammers, als Wochenendhaus zur Verfügung. Von 1928 bis 1945 war die Trophäensammlung des Forstmeisters Hövel im Hubertusstock untergebracht, die danach leider verschollen war. Nach 1945 gehörte das Jagdschloss der Landesregierung Brandenburg und diente als Erholungsheim der Armee. 

 

1971 wurde das Jagdschloss bis auf die Grundmauern abgerissen und innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut, wobei man versuchte, den Grundstil zu erhalten. Man behielt den Grundriss bei und baute auf den Grundmauern des alten Schlosses.

 

Das alte Wohn- und Wirtschaftsgebäude wurden abgerissen und dafür die Schwimmhalle, Sauna, Kegelbahn  und die Gästehäuser im Park erbaut. Nach dem Umbau wurde das Jagdschloss Gästehaus der Deutschen Demokratischen Republik. Hier fand das als bekanntestes Treffen im Dezember 1981 die Begegnung zwischen dem damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt und Erich Honecker. Ebenfalls Gäste auf Hubertusstock waren die Herren Strauß, Vogel, Wehner und Graf Lambsdorff. Des weiteren weilten Bresnew, Ortega, Jaruzelski und Raul Castro.

 


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